Logo Schrift
Moebiuskreis Logo
financialSoftwareEvolutionTeam
Auf ins „richtige Leben“: Der Produktiveinsatz der neuen Software
Hier finden Sie Informationen über die mögliche Vorgehensweise bei der Produktiv-Einführung
Produktion

Produktion

Bitte wählen Sie Ihren gewünschten Bereich durch Anklicken des entsprechenden Symbols:
Allgemeines

Allgemeines

Initialisierung

Initialisierung

Planung

Planung

Realisierung

Realisierung

Test

Test

Produktion

Produktion

Im Bereich „Produktiv-Einsatz“ des Vorgehensmodells ist folgendes beschrieben:

  • allgemeine Betrachtungen zur Produktivstellung
  • die speziellen Aufgaben der Projektleitung in dieser Phase
  • die eigentliche Durchführung des Produktiveinsatzes
  • die Phase unmittelbar nach dem Produktiveinsatz („Post-Go-Live“)
  • der Übergang in die Wartungsphase

Für Details bitte einfach die entsprechenden Reiter anwählen!

Der Produktiveinsatz einer neuen Software muss gut geplant sein, damit alle erforderlichen Schritte zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Reihenfolge durchgeführt werden.

Kern der Planung des Produktiveinsatzes ist daher eine genaue Auflistung aller nötigen Tätigkeiten und Prüfungen mit Abhängigkeiten und Zuständigkeiten, im folgenden „Runbook“ genannt.

Über die Planung des normalen Ablaufs hinaus werden im Rahmen der Vorbereitung auch bestimmte Entscheidungspunkte vorgesehen, bei deren Erreichung über die Weiterführung des Einsatzes oder den Abbruch entschieden wird. Dazu gehört auch die eventuelle Definition eines „Point of no return“, ab dem nur noch eine Vorwärtsstrategie möglich ist.

Bei konsequenter Durchführung der vorher abgeschlossenen Testphase und akribischer Vorbereitung steht einer erfolgreichen Einführung nichts mehr im Wege!

Die Aufgaben der Projektleitung im Rahmen des Produktiveinsatzes liegen in der Planung sowie der Kontrolle der tatsächlichen Abläufe.

Die Aufstellung aller abzuarbeitenden Schritte („Runbook“) ist die Basis für den Produktiveinsatz. Eine Art „Leitstand“ sorgt dafür, dass alle Schritte im vorgesehenen Zeitfenster und unter Beachtung der Abhängigkeiten zwischen den Schritten von den dafür zuständigen Personen durchgeführt werden. Diese „Leitstand“-Funktion wird in der Regel von der Projektleitung wahrgenommen.

Zu den Aufgaben der Projektleitung gehören konkret:

  • Planung und Überwachung der Runbook-Erstellung durch Einbeziehung aller für diese Aufgabe relevanten Abteilungen und Personen
  • Sicherstellung der Verfügbarkeit aller lt. Runbook für einen oder mehrere Einzelschritte verantwortlichen Personen zum vorgesehenen Zeitpunkt; dies kann auch die Beantragung von Wochenend- oder Nachtarbeit beinhalten, falls – wie häufig üblich – der Einsatz zwischen Freitag und Montag oder nach Beendigung des regulären Produktivbetriebs vorgenommen wird
  • Festlegung einer Vertretungsregelung für alle Beteiligten für den Fall von unvorhergesehener Nicht-Verfügbarkeit
  • Qualitätskontrolle des Runbooks in Bezug auf die Vollständigkeit, richtige Abfolge der Schritte und richtiger Darstellung der Abhängigkeiten
  • Sicherstellung, dass die Durchführung der aufgeführten Tätigkeiten im geplanten Zeitfenster tatsächlich möglich ist und im Zweifelsfalle Einholung der entsprechenden Bestätigung von den Ausführenden
  • Einplanung von Pufferzeiten für unvorhergesehene Störungen
  • Definition von Zeitpunkten, an denen über Fortführung oder Abbruch des Prozesses entschieden wird und Aufnahme dieser Entscheidungspunkte in das Runbook
  • Organisation und Bekanntgabe des Informationsflusses zwischen dem „Leitstand“ und den ausführenden Personen, d. h. Festlegung in welcher Form die Tätigkeiten vom Leitstand angestoßen werden und in welcher Form die Rückmeldungen erfolgen
  • Zusammenstellung von Listen mit den Erreichbarkeiten aller am Go-Live-Prozess beteiligten Personen, falls kein hierfür geeignetes Informationssystem existiert
  • eventuell Durchführung der eigentlichen Leitstand-Funktion
  • Erstellung von Zwischenberichten in vorher abgesprochener Form und spontanes Einberufen von Meetings für den Fall von unvorhergesehenen Ereignissen oder zeitlichen Verzögerungen
  • und nicht zu vergessen: Champagner bereitstellen für den erwarteten Fall der erfolgreichen Produktivstellung!

Die koordinierenden Funktionen der Projektleitung haben entscheidenden Anteil an einem erfolgreichen Go-Live!

Das zuvor erstellte und qualitätsgeprüfte Runbook ist die Basis für die Durchführung der Produktivstellung.

Für den erfolgreichen Ablauf des Go-Live ist daher die Qualität des Runbooks von entscheidender Bedeutung.

Das Runbook beinhaltet im Normalfall je durchzuführendem Schritt folgende Informationen:

  • eine laufende Nummerierung der Schritte als eindeutige Referenz für jeden Schritt
  • die inhaltliche Beschreibung des durchzuführenden Schritts, evtl. mit ergänzenden Anlagen
  • die Zuständigkeit für die Durchführung des Schritts mit Vertretungsregelung
  • die Abhängigkeiten zwischen den Schritten, d. h. welche Schritte können parallel laufen und welche dürfen erst nach Abarbeitung vorangegangener Schritte beginnen
  • das eingeplante Zeitfenster für den Schritt (normaler geplanter Ablauf sowie eine Grenzzeit, bei deren Überschreitung Entscheidungen über das weitere Vorgehen zu fällen sind)
  • wenn möglich: Alternativen, wenn ein Schritt nicht durchgeführt werden kann

Konkret sind im Runbook u. a. folgende Aktivitäten festgehalten:

  • vorbereitende organisatorische Tätigkeiten, d. h. Informationen über den geplanten zeitlichen Ablauf und ähnliches
  • Sicherstellung, dass die Schulungen der technischen Betreuer des Produktivbetriebs in ausreichendem Umfang erfolgt sind und ggfs. Veranlassung von Nachschulungen
  • technische vorbereitende Tätigkeiten (beispielsweise die Beendigung des Produktivbetriebs und Veranlassung von Datensicherungen)
  • der Einsatz aller Programmkomponenten, Datenbankdefinitionen und sonstiger Komponenten (z. B. Übertragungsstrecken) in der Produktivumgebung
  • die Datenmigration
  • die Kontrolle der Ergebnisse der Datenmigration
  • Stichproben der Verfügbarkeit aller wichtigen Programmfunktionen
  • wenn möglich und sinnvoll: Probeerfassungen mit vorheriger Sicherung und anschließender Rücksicherung der Produktionsdaten (Achtung: Schnittstellen berücksichtigen)
  • Entscheidungs- und Informationsschritte (z.B. Entscheidung über Weiterführung oder Abbruch der Produktivstellung, Mitteilungen über die erfolgreiche Durchführung des Go-Live und ähnliches)
  • durchzuführende Aktivitäten bei Abbruch der Produktivstellung in verschiedenen Stadien des Go-Live-Prozesses

Nach der erfolgreichen Einführung geht das Projekt unmittelbar in die Post-Go-Live-Phase über.

Während der ersten Tage oder Wochen nach Einführung einer neuen Anwendung bedürfen Fach- und IT-Betreiber-Abteilungen besonderer Unterstützung.

Im Wesentlichen hat die Post-Go-Live-Phase eine Hotline-Funktion, bei der alle verfügbaren Experten an Bord sind, um eine optimale Unterstützung der Anwender und des IT-Betreibers zu gewährleisten. Als „Lückenfüller“ fallen in diese Zeit auch der offizielle Projektabschluss und die Übergabe der Anwendung in die reguläre Produktionsbetreuung.

Typische Tätigkeiten während der Post-Go-Live-Phase sind:

  • Entgegennahme von Störungsmeldungen seitens der Anwender
  • Klassifizierung der Störungsmeldungen und Veranlassung der Fehlerbehebung, wenn erforderlich
  • Information der Anwender, wenn bestimmte Funktionen wegen erkannter Fehler nicht oder nur eingeschränkt verwendet werden dürfen und ggf. die technische Sperre dieser Funktionen
  • spontane „Nachschulungen“, falls einzelne Anwender nicht mit dem neuen Programm zurechtkommen
  • Unterstützung der technischen Betreuung der Anwendung (IT)
  • nach Korrekturlieferungen zu erkannten Programmfehlern ist sinngemäß der zutreffende Teil der fachlichen Tests in einer Testumgebung zu wiederholen, bevor die Programmlieferung produktiv gestellt wird
  • aktives Beobachten der Anwendung (Zeitverhalten, Schnittstellenverhalten, Anwachsen von Datenbankinhalten und ähnliches)
  • eventueller Test und Einsatz von zunächst zurückgestellten Fehlerbehebungen und Programmerweiterungen, falls das so beschlossen wurde
  • organisatorische Schließung des Projekts (Langzeitarchivierung aller entstandenen Dokumente, Abschlussberichte usw.)
  • gegen Ende der Post-Go-Live-Phase: Übergabe der Anwendung in die reguläre Produktivbetrieb-Betreuung; dies schließt auch den Übergang von noch offenen Punkten (Fehlerbehebungen, Erweiterungen) in die Verwaltung der Produktionsbetreuung mit ein

Über die Beendigung oder Verlängerung der Post-Go-Live-Phase sollte je nach Gang der Dinge flexibel entschieden werden. Ziel dieser Phase ist jedenfalls, dass die Anwendung bei Beendigung weitgehend „rund“ läuft.

Nach Beendigung der Post-Go-Live-Unterstützung geht das Projekt in die reguläre Wartung über.

Die Wartung kann dabei von den dafür zuständigen Abteilungen des Kunden übernommen oder ausgelagert werden.

Für den Fall, dass finSET für die Wartung bestimmt worden ist, informieren Sie sich bitte im gesonderten Bereich „COBOL-Wartung“ hier auf unserer Web-Page.